Marokko

Marokko – auf dem Kamel ins Wüstencamp

Der Traum von der Wüste

Thomas‘ Traum war schon seit langem (oder schon immer?) eine Nacht in der Wüste zu verbringen. Die Sterne ohne jegliche Lichtverschmutzung beobachten und einfach nur Sand um sich haben. Ich muss zugeben, dass mir bei der Vorstellung erstmal gar nicht so wohl war und dies gehörte für mich auf jeden Fall zu den Aktivitäten, bei denen ich froh war, dass wir sie über einen Veranstalter gebucht hatten, mit dem wir zuvor schon gute Erfahrungen gemacht hatten. Und ich bin so froh, dass wir es schließlich doch gemacht haben! Es war eine so außergewöhnliche Erfahrung, die es geschafft hat, zu einem meiner schönsten Reisemomente überhaupt zu werden. Aber nun erstmal auf Anfang.

Der Weg

Denn am Anfang war die Fahrt von Ait-Ben-Haddou in die Wüste. Die Landschaft war schon vorher oft sehr karg, aber nun wurde sie immer flacher und pflanzenloser. Und dann begeneten wir den ersten frei herumlaufenden Kamelen und die Wüste nahm langsam Gestalt an.Elisa Loechel Photography_0856Elisa Loechel Photography_0858Elisa Loechel Photography_0859Elisa Loechel Photography_0854Elisa Loechel Photography_0855 Elisa Loechel Photography_0860

Erstes Kamel-Kennenlernen

In einem Hotel auf dem Weg hatten wir uns zur Mittagszeit nochmal gestärkt und die genaue Wegbeschreibung zum Treffpunkt abgeholt. Ziel war das Örtchen M’Hamid, wo sich links und rechts von einer Hauptstraße Wohnhäuser, kleine Geschäfte und ein paar Kamelställe aneinander reihen. Einer von letzteren war unser Startpunkt für das Abenteuer in der Wüste. Gerade war eine größere Gruppe von ihrem Kamel-Trek zurück gekommen und sie hatten mehrere Tage in der Wüste verbracht. Trotz aller Skepsis und Nervosität beruhigte mich das etwas, da ich schließlich nur eine einzige Nacht vor mir hatte. Wir hatten noch etwas Zeit bis es losgehen sollte und konnten so die Vorbereitung unserer Guides beobachten, eine letzte Limonade trinken und ersten Kontakt zu den Kamelen aufbauen.
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Schaukelnd über die Dünen

Ich war die letzte aus unserer Gruppe (erfreulicherweise waren wir eine sehr kleine Gruppe mit nur einer vierköpfigen holländischen Familie zusammen), die auf ihr Kamel stieg und mir war wirklich ganz schön mulmig zumute. Das Aufsteigen auf das liegende Kamel kriegt man natürlich noch hin und beim anschließenden sehr schaukelnden Aufstehen, hält man sich einfach gut fest. An das große Schaukeln während des Reitens muss man sich dann aber doch erstmal gewöhnen und die Entfernung zum Boden schien mir dann ganz schön weit. Aber mit jedem Schritt Richtung Wüste, nahmen die Sanddünen zu und bei tiefersinkender Sonne stellte sich ganz langsam so ein bisschen „Beduinen-Gefühl“ ein.
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Das Wüsten-Camp

Das Ziel unseres Ritts war unser Zelt-Camp zwischen den Dünen, das wir nach ca. 1 – 1,5 Stunden erreichten. Während unsere Kamele versorgt wurden, hatten wir Zeit das Camp und die Dünen zu erkunden. Eine Toilette und ausreichend Wasser für einen kleinen Waschgang war vorhanden, aber auch hier waren wir wieder froh, das ganze mit nicht zu vielen Leuten teilen zu müssen 😉 Als es dunkel wurde, servierten uns unsere Guides ein Abendessen bestehend aus Tomatensalat mit Brot, einer Tajine und Obst zum Nachtisch. Auf dem Boden auf einem Teppich sitzend ließen wir uns das Essen bei fast völliger Dunkelheit schmecken. Danach war dann endlich das langersehnte Sternebeobachten angesagt und ich wünschte wirklich, ich hätte es mit meiner damaligen Kamera gut einfangen können, um es euch nun zu zeigen. Aber leider konnten die Bilder nicht im mindesten wiedergeben, welch wunderschönen Nachthimmel uns die Wüste präsentierte. Später spielten unsere Guides noch traditionelle Musik und auch sonst machten sie unser Erlebnis noch ein bisschen schöner, weil wir ihnen jede nur erdenkliche Frage zum Leben in Marokko und in der Wüste stellen konnten.
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Sonnenaufgang

Die Nacht war eine sehr kurze – ungewohnte Umgebung, Kälte, Feldbetten und bei mir immer der Gedanke „hoffentlich muss ich nachts nicht auf Toilette“ 😉 Aber eigentlich hatten wir ja auch eh dem Moment des Sonnenaufgangs entgegengefiebert, denn das ist einfach etwas, was in der Wüste besonders beeindruckend ist. Gegen 5 Uhr wurden wir geweckt und stiegen auf die nächsgelegene Düne, um dem anbrechenden Tag entgegenzusehen. Auch hier wünschte ich wieder, meine alte Kamera wäre dem gerecht geworden, was wir sehen durften. Trotz Müdigkeit war es einfach ein tolles Gefühl hier zu stehen und die Sonne aufgehen zu sehen. Sich hinzusetzen und sich den Sand durch die Hände rieseln zu lassen. Da sind die Wüste und ich endgültig Freunde geworden.
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Ein Kommentar zu „Marokko – auf dem Kamel ins Wüstencamp

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